Legalpunk Breaking News: Sind Rudi the Network King und Kim Kardashian ein Paar?
Dieses Gerücht kam kürzlich (dank Rudi) auf und nein die Beiden sind natürlich kein Paar, auch wenn es Rudi sich vielleicht wünscht. Aber Kim und Rudi haben wirklich etwas gemeinsam. Sie sind jeweils Influencer*in (also Direktvermarkter) und haben beide mächtigen Ärger mit den Behörden.
Den Stress von Rudi mit der Finanzbehörde kennt ihr ja. Und wer Rudi The Network King nochmal kennenlernen möchte, schaut mal >hier bei Facebook< vorbei.
Kim Kardashian hat aktuell riesen Ärger mit der US-Amerikanischen Börsenaufsicht SEC. Der Realitystar hat eine Kryptowährung beworben und dabei verschwiegen, dass es sich um eine bezahlte Werbetätigkeit als Influencerin handelte, für die Kardashian wohl 250.000 US-Dollar kassiert hat, ohne diese Werbeeinnahmen offenzulegen. Dies ist nach den US-Bundeswertpapiergesetzen verboten und kam der Celebrity nun teuer zu stehen. Die 41 Jährige muss nun nach einem Vergleich mit der SEC 1,26 Millionen US-Dollar an Bußgeld zahlen. Das nenn ich mal ein echtes „Influencer-Eigentor“. Hätte Frau Kardashian diese versteckte Werbetätigkeit übrigens in Deutschland ausgeübt, so hätte ihr zwar kein derart hohes Bußgeld gedroht. Jedoch hätte ihr neben einer Abmahnung wegen unlauterer Werbung möglicher Weise sogar ein Strafverfahren gedroht. Denn die Werbung für Kryptowährungen oder andere FinTech Produkte dürfen - sofern diese als Wertpapier oder anderes Finanzprodukt im Sinne des Kreditwesengesetzes (KWG) eingestuft werden - nur mit entsprechender „BaFin-Lizenz“ oder unter einem entsprechenden „Haftungsdach“ beworben werden. Liegt weder eine solche Lizenz im Sinne des KWG noch ein Haftungsdach vor, kann durchaus ein Strafverfahren oder jedenfalls Ordnungswidrigkeitenverfahren drohen.
Euer Legalpunk

